Presseberichte
"Der Landbote" 14.02.2011: Lichterketten für die Diva aus Südamerika (pdf)
Beifallsstürme für «Concerto Rumoristico»
Eine Mischung aus Gesang, Komik und Ironie
Exquisite Kleinkunst haben Nina Dimitri und Silvana Gargiulo am Freitagabend im Bertea Dorftreff gezeigt. Die urkomische und betörende Aufführung «Concerto Rumoristico» löste beim Publikum Beifallsstürme aus.
Während Begleitmusiker ein eher unbeachtetes Künstlerdasein fristen, sind sämtliche Scheinwerfer und der Fokus des Publikums auf Leadsänger und Solisten gerichtet. Nicht so im Stück «Concerto Rumoristico». Silvana Gargiulo, die eine unbeholfene, kleine und pummelige Pianistin mimt, wird als Mauerblümchen ins stille Zentrum der Vorführung gerückt. Gehör verschafft sich Nina Dimitri·in Form einer singenden, gross gewachsenen, schlanken Diva dennoch. Ihre Interpretation von lateinamerikanischen Volksliedern ging den Zuhörern unter die Haut.
Dem Publikum kam es spanisch vor
Bei diesem theatralischen Konzert, in dem Ueli Bichsel Regie führt, ist kein einziges deutsches.Wort zu hören. Die südamerikanischen Lieder kündigt Nina Dimitri ausschliesslich auf Spanisch an, was einigen Besuchern auch dementsprechend vorkommt. Auch wer dieser Sprache nicht mächtig ist, kann der Geschichte folgen, welche die bei den Frauen ausschliesslich mit Blicken und Gesten erzählen: Eine gehemmte, schusselige Pianistin soll eine temperamentvolle, dominante Sängerin begleiten, was ihr ganz und gar nicht gelingen will und in einem erheiternden Desaster gipfelt, Doch schliesslich verwandelt sich das gegenseitige Unverständnis in überraschende Sympathie.
Eine unkonventionelle Kombination
Das Stück lebt zum einen vom musikalischen Aspekt mit Nina Dimitri als Hauptakteurin. Sie gibt mit eindrücklicher Stimmgewalt südamerikanische Volkslieder zum Besten, die sie gefühlvoll mit Gitarre oder Charango, einer bolivianischen Kürbislaute, begleitet.
Die charismatische Sängerin versteht es, mit ihrer leidenschaftlichen Musik das farbenprächtige und teils melancholische Lebensgefühl Lateinamerikas zum Ausdruck zu bringen. Die theatralische Perspektive des Stücks schafft der clowneske Auftritt Silvana Gargiulos, deren umwerfende Mimik Tausend Bände spricht. Und obwohl Nina Dimitri mit ihrer inbrünstigen Musik auch visuell viel hergibt, saugen sich die Augen der Zuschauer an Gargiulo fest, um ja keinen fein dosierten «Running Gag», keinen urkomischen Blick und kein dusseliges Malheur zu verpassen. Mit «Concerto Rumoristico» ist den beiden Künstlerinnen eine wirkungsvolle Mischung aus Gesang, Komik und Ironie gelungen, welche die Zuschauer mit anhaltendem Applaus honorierten.

Die Protagonistinnen
Dass Dimitri, der berühmte Schweizer Clown, Ninas Vater ist, steht der Musikerin quasi ins Gesicht geschrieben. Als jüngstes Kind, 1966 in die Künstlerfamilie geboren, genoss sie schon als kleines Mädchen Unterricht in Akrobatik, Jonglage und Musik, wobei sie schon früh das lateinamerikanischem Volksliedgut faszinierte. Mit 19 Jahren wanderte Nina Dimitri nach Bolivien aus, um das Gitarrenspielen zu perfektionieren und speziell das Spiel des Charango zu studieren. Seit ihrer Rückkehr nach Europa ist sie auf der Strasse und in Theatern als Solokünstlerin aufgetreten.
Silvana Gargiulo wurde 1970 in Mailand geboren und absolvierte nach dem Kunstgymnasium eine Mailänder Schauspielschule und die Schule «Teatro Dimitri» im Tessin. Sie arbeitete beim Zirkus Monti, spielte mit Peter Bichsel zwei erfolgreiche Stücke und trat mit der Schauspieltruppe von «Karls Kühne Gassenschau» in der Produktion «Silo 8» auf.
Dorfspiegel Dietlikon 11.02.2011
Wahre Liebesgeschichten
Die Künstlerin Nina Dimitri ist am 12. und 13. August am nordArt Festival in einem Duoabend zu erleben. Der «express» traf die Sängerin mit dem Bühnengen in Locarno.
von Alfred Wüger
Der 2. August in Locarno ist ein verhangener Tag, auf den Bergen rund um den See hocken Wolken, und als Nina Dimitri kurz nach 13 Uhr im Bahnhofsbuffet erscheint, sagt sie, bei ihr zu Hause, ganz hinten im Centovalli an der italienischen Grenze, sei es «recht frisch» gewesen. Trotzdem können wir nun draussen sitzen, denn sie ist doch noch hervorgekommen: die Sonne. Nina ist die Tochter von Clown Dimitri, 1966 wurde sie in diese Künstlerfamilie hineingeboren. Das sei schon ein spezielles Aufwachsen gewesen, und in der Schule sei sie oft ausgelacht worden. Darunter habe sie gelitten. «Meine Geschwister wohl weniger, aber ich war schon immer sehr sensibel.» Und Nina war die Jüngste. Stets seien viele Künstler auf Besuch gekommen, das Theater Dimitri in Verscio sei das Zentrum des Lebens gewesen, darum hätten sich die Gespräche gedreht. Und zwar in vielerlei Sprachen. Sodass Nina Dimitri heute sagt: «Eigentlich ist Deutsch meine Muttersprache, aber ich habe ein wenig ein Durch-einander.»

Versöhnung durch Musik
Denn die Schule absolvierte sie ja zunächst auf Italienisch. Als sie 15 war, fanden ihre Eltern, sie müsse auch das Deutsche lernen, und schickten sie nach Basel, wo sie zwei Jahre lang die Rudolf-Steiner-Schule besuchte. Die Anthroposophie präge heute indes weder ihr Leben noch ihre Kunst: «Ich wollte damals nicht nach Basel, hatte immer Heimweh und war daher nicht in der Lage, die Anthroposophie wirklich aufzunehmen.» Ihren heute 24-jährigen Sohn, Samuel Müller, schickte sie dennoch in die SteinerSchule: «Ich finde es gut, dass man dort das Künstlerische im Menschen fördert.» Samuel setzt denn die Künstlertradition auch fort, steht selber auf der Bühne, und zwar tat er das auch schon in Schaffhausen, im Vorstadt-Variété vor zwei Jahren. Mutter Nina war ebenfalls Mitglied dieses Ensembles gewesen, in den Jahren 2004 und 2005. Auch Stein am Rhein, wo sie am 12. und 13. August am Festival NordArt zusammen mit Silvana Gargiulo das «Concerto Rumoristico» aufführt, kennt sie von früheren Soloauftritten. «Was ist das ‹Concerto Rumoristico›?» – «Es geht darum, dass eine Starsängerin und eine ihr unbekannte Pianistin nach anfänglichen Schwierigkeiten durch die Musik zur Versöhnung finden.» – «Wie wurden Sie Musikerin?» – «Ich wollte erst die Dimitri-Schule machen, bestand aber zweimal die Prüfung nicht.» Ja, ihre Mutter habe selbst in der Jury gesessen, die die Kandidatin habe durchfallen lassen. «Das war tatsächlich nicht ganz einfach für mich», sagt Nina Dimitri. Und es gab noch ein Schlüsselerlebnis. «Als ich fünf Jahre alt war, kam eine bolivianische Truppe in unser Theater, und seitdem schlägt mein Herz für diese Musik.» Mit 19 reist Nina Dimitri zum ersten Mal nach Bolivien und lernt Charango spielen. «Das ist eine Art kleine Gitarre mit fünf Doppelsaiten. Es klingt sehr speziell, und man kann sehr laut schrumm, schrumm machen.» Sie verliebte sich in ihren Lehrer, bekam den Sohn, kehrte in die Schweiz zurück, ging wieder nach Bolivien. «Heute fahre ich nicht mehr so oft hin.» Eine emotionale Angelegenheit, die zwei Kontinente miteinander verbindet … Noch immer zieren schmale Bändchen in den Landesfarben des Andenstaates ihre Handgelenke.
Liebe zwischen Kontinenten
Und in ihrem Repertoire hat sie viele Lieder, die ihr damaliger Lehrer, Julio Lavayén Frias, für sie geschrieben hat. Zu finden sind sie auf der ofenfrischen CD «Que viva el amor». Hier ist sie zu spüren, die Glut, über die wir immer wieder barfuss gehen. Selber hat Nina Dimitri nur ganz wenige Lieder geschrieben. «Ich bin in erster Linie eine Interpretin.» Die Lieder handeln – natürlich – von der Liebe. «Diese Hochs und Tiefs habe ich gelebt. In Bolivien wohnte ich in einer Lehmhütte, und deshalb kann ich die Lieder auch so gut interpretieren: weil ich die einfachen Verhältnisse kenne.» Das Spanische müsse man nicht beherrschen, um sie zu verstehen, sagt die Sängerin, Mimik und Ausdruck würden die Gefühle vermitteln, um die es ginge. Nina Dimitri fährt in der Regel mit dem Zug zu den Auftritten. «Mit dem Auto ist mir das zu stressig geworden.» Auf den Reisen hört sie Musik. Mercedes Sosa zum Beispiel. Oder sie liest. «Was?» – «Die Wallander-Krimis», lacht sie. «Ich liebe Skandinavien.» Und sie schätzt die präzisen Milieuschilderungen in diesen Romanen von Henning Mankell. «Biografien lese ich ebenfalls sehr gerne, aktuell die von Charles Chaplin.»
Von der Kunst leben können
Auch die des Clowns Grock habe sie gelesen. «Das war ja schon fast Pflichtlektüre!» Wieder lacht sie. «Ja … Ich habe gerne wahre Geschichten, die nicht erfunden sind.» Bodenständig sind auch die ökonomischen Verhältnisse von Nina Dimitri. Sie, die ja keine Berufslehre gemacht hat, war sich früher nicht zu schade gewesen, als Tellerwäscherin oder Putzfrau zu arbeiten. Heute habe sie sich «ein Pölschterli» zulegen können. «Ich kann von meiner Kunst leben.» Aber noch immer gibt es Phasen, wo sie denke: «Mamma mia, wie mache ich das? Ich bin nicht mehr die Jüngste. Aber man muss auch Vertrauen haben, dass das gut kommt.» Für die Zukunft erhofft sich Nina Dimitri, dass die neue CD ein Erfolg wird. Und sie würde gerne einmal mit einem Orchester auftreten, «als Sängerin ohne Hauptrolle, um nicht die ganze Verantwortung tragen zu müssen …» Und irgendwann, wenn sie mehr Zeit hat, dann … «Ja, dann hätte ich sehr gerne ein Hündchen.»
Nina Dimitri: «Que viva el amor», CD, Zytglogge 4928.
Schaffhauser
Nachrichten 07.08.2010
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Meister des Leisen und Tänzer der Luft
Das war Tanz, Gesang, Akrobatik, Zauberei und Clownerie vom Feinsten, was da am Mittwoch im «Zelt» auf dem Bieler Feldschlösschen-Areal geboten wurde. Klar, der Name stand für Qualität: Dimitri.

cbp. Eine Familientruppe hatte sich da versammelt und verstand es, das Publikum in dem eleganten, rot ausstaffierten Zelt völlig in den Bann zu ziehen, so dass sich die Begeisterung am Schluss in anhaltend langem rhythmischem Klatschen entlud. «La Famiglia Dimitri» heisst ganz schnörkellos das Programm, mit dem der Clown und die Seinen in verschiedenen Städten gastieren und am Mittwoch auf dem Feldschlösschen-Areal auftraten.
Keine Dominanz
Im Mittelpunkt: der von einem Unfall wieder genesene Clown selber, Dimitri. Aber im Mittelpunkt zu stehen bedeutet bei ihm nicht zu dominieren. Die andern zu dominieren. Sein Können ist Teil eines Ganzen mit Sohn und Schwiegersohn und den beiden Töchtern. Dimitri: keine blödelnden Spässe, keine derbe Kumpanei, keine billigen Sprüche. Kein Lärm, der originell sein soll, aber nur bemühend ist. Dieser Clown trippelt auf leisen Sohlen durch die Welt und diese Gangart geht einem bei Dimitri nicht auf die Nerven wie bei Doris Day in ihren Spielfilmen.
Er ist ein Meister des Leisen; er lässt Mimik und Gestik sprechen, fordert damit zum Nachdenken auf, er zeichnet mit knappen Strichen Musikiristrumente oder Figuren auf eine Papierrolle und diese Skizzen gehören augenblicklich zum Programm, künden an, was demnächst geschieht
Eine filigrane Gestalt ist dieser Clown, zerbrechlich wirkt er und doch irgendwie drahtig, rührend hilflos und doch wie einer, der sich nicht unterkriegen lässt und hin und wieder die Grossen dieser Welt narrt, die Tänzer auf dem hohen Seil. Und Dimitri hat die Lacher auf seiner Seite, wenn er bei der Einlage mit der verschwundenen und in ihre Einzelteile zerlegten Frau auch ein bisschen seine Zunft parodiert. Ein Glanzstückist diese Nummer ohnehin: Wie zwei Magier schieben er und sein Sohn David die Aufbauten eines Kastens, in den zuvor Masha, die Tochter bzw. Schwester, verschwunden ist, hin und her oder schichten sie neu aufeinander - und entsprechend demontiert guckt die Frau aus dem Gehäuse. Wenn das nur gut geht.
Tänzer auf dem hohen Seil: Was sich da länger oder kürzer durch den Raum spannt, ist unter anderem die Welt von Dimitris Sohn David, der mit stupenden akrobatischen Einlagen die Besucher auf ihren Plätzen zum Staunen bringt und macht, dass es ihnen ganz schwindlig wird. Es wird mucksmäuschenstill im Saal, es knistert vor Spannung, wenn David einen Schritt nach vorn oder zurück setzt, wenn er den Salto vollführt - und ewig droht links und rechts der Sturz ins Bodenlose. Aber nichts geschieht: eine maximale Körperbeherrschung. Die zeigt er auch, wenn er wie ein Fakir mit seinen Beinen um seinen Körper herumjongliert und diese neu «anordnet», so dass man Angst bekommt, er kriege seine Glieder in ihrer natürlichen „Auslegeordnung“ nie wieder zusammen.
Die körperliche Gewandtheit von Davids Schwester Masha ist ebenfalls aussergewöhnlich, nicht nur, wenn sie als «zerlegte» Frau in einem Kasten steckt. Sie ist auf dem Schlappseil so zuhause, als agiere sie auf festem Boden. Die Seiltänzerin bietet Luftnummern von grosser Eleganz und Zartheit. Sie ist die Lady mit dem Sonnenschirm, den sie perfekt auf ihren Füssen balanciert. Sie und die andern beherrschen souverän auch das Zweirad, das sie drehen und wenden, wie es ihnen beliebt, und das sie als Fortbewegungsmittel der unüblichen Art benutzen (Dimitri zieht das Dreirad vor). Von der Familie geht eine Leichtigkeit des Seins aus, das diesen Abend immer wieder neu beflügelt.
Sänger steht Kopf
Die besitzt auch Dimitris Schwiegersohn Kai Leclerc. Ihm gelingt ein starkes Überraschungsmoment, wenn er als Caruso seine Stimme ertönen lässt - in einer Position, in der anderen die Puste ausgehen würde. Dieser Sänger steht Kopf, ist wirklich und wahrhaftig an die Decke gegangen. Nicht aus Wut wenigstens; das steht fest.
Er und die andere Dimitri-Tochter Nina, hintergründige Komödiantin und begnadete Sängerin mit rauchiger, markiger Stimme, zeichnen verantwortlich für eine weitere der unerwarteten Veränderungen, die diesen Abend prägen. Ein Seiltänzer wird zum Torero, eine Musikerin sieht Rot und wird zum stampfenden Stier. Es ist die Phantasie, die diese Familie so vielfältig einzusetzen weiss.
Bieler Tagblatt 18.06.2010
LANGNAU
Farbenpracht in Wort und Stimme
kmb. In einem nahezu zweistündigen Konzert entführte Nina Dimitri ihr Publikum mit Liebesliedern nach Lateinamerika. Mit Charme und ausdrucksvoller Stimme begeisterte sie die Anwesenden.
Die Cantina colori im Engelhaus war beinahe bis auf den letzten Platz besetzt, als Nina Dimitri mit ungezwungener Frische und Charme auftrat. In farbenfroher Atmosphäre eröffnete sie ihr Konzert. Ihre «Canciones diferentes» belebte sie mit ihrer Stimme, den Klängen der Gitarre und des Charangos. Nina Dimitri hat lange Zeit in Bolivien gelebt und dort eine Folkloreschule besucht. Mit ihrer voluminösen Stimme entführte sie das Publikum in ferne Gefilde. In ihren Liedern und der fröhlichen Ausstrahlung widerspiegelte sich die Farbenpracht des Südamerikanischen Landes. Nina Dimitri füllte den Konzertkeller mit «hay amor», dem spanischen Klang der Liebeslieder. Ihre feingliedrigen Hände glitten liebevoll und behende über die Saiten der Gitarre. Mit Inbrunst modulierte sie ihre Stimme und verlieh dem spanischen Wortschatz eine eindrückliche Farbenpracht und Tiefe. Zur Abwechslung entlockte sie dem Charango, der kleinen fünfsaitigen Schwester der Gitarre, eine lebendige, frohe Melodie. In einer Eigenkomposition gab sie der «Längizyti» nach Land und Leute Boliviens Ausdruck. Die im Tessin aufgewachsene und nun auch dort wohnhafte musikalische Künstlerin beschenkte das Publikum zudem mit Liedern aus jener Gegend. Beeindruckt durch das grosse Können und der erstaunlichen Atemtechnik genossen die Anwesenden das Konzert bis auf den letzen Ton. Nur zu schnell ging das Programm zu Ende. Da die Konzertbesucher nicht locker liessen, griff Nina Dimitri nochmals in die Saiten und beschenkte die Besucher zum Ausklang mit «Mariposa», einem wunderbaren Lied zur Geschichte des Schmetterlings.

No pronunciaron una sola palabra. Tan solo rieron, cantaron, interpretaron instrumentos, y tan solo, como si fuera poco, les garantizaron la risa y les devolvieron un pedacito de infancia a 1.500 personas.
Quienes lo lograron? Los cin-co de la familia Dimitri. Suizos ellos, que llegaron desde Bogota con el asombro orgulloso que les conceden nueve funciones con cartel de "No hay boletas" y el compromiso de volver para pre-sentarse en tres funciones más.
Medellin no fue menos. Ano-che, el aforo del Metropolitano parecia pequeno para la alegria, que se extendio durante dos horas, gracias a los malabares y la gracia de los herederos de Dimitri, considerado uno de los mejores payasos del mundo.
De figura muy menuda, del-gado y con una melena blanca cortada al estilo paje, Dimitri hacia las veces de director de orquesta o asistente de sus companeros de escena Que sencillo y emotivo su papel!
Un maestro que les cede el protagonismo a los suyos, pero que no olvida que muchas car-eajadas del püblico le pertene-cen por derecho propio.
Un privilegio la noche del martes. Un privilegio tanta risa en tan poco tiempo y con la ga-rantia de ser duradera.
El Colombiano 26.3.08
II teatro di Verscio offre
sempre un'esperienza piacevole e unica nel canton Ticino. Dove esiste
un altro posto come questo, alle nostre latitudini?
Non c'è, bisogna andare nelle grandi città per trovare una cittadella
teatrale che offra in una sola sera, oltre allo spettacolo, la possibilità di
cenare in un delizioso ristorante all'aperto e al chiuso, e di visitare il Museo
comico sul piano sovrastante prima e dopo lo show. Se a tutto questo si aggiunge
che c'è anche una scuola di teatro, ci si rende conto che Dimitri ha
creato un complesso veramente eccezionale.
II teatro Dimitri apre quando gli altri chiudono o stanno per chiudere e la
sua stagione si snoda tra la primavera e Testate, in un alternarsi di spettacoli
in varie lingue, o senza parole, musicali e di danza, che tendono a prediligere
forme espressive votate alla gestualità e all'universale linguaggio
della musica piuttosto che alla parola. L'altra sera sul palcoscenico di Verscio
e
salita Nina Dimitri, per presentare in prima assoluta il suo nuovo concerto,
intitolato La cantante delle piazze.
Nina e figlia del grande clown e fin dalla più tenera età ha manifestato
un grande amore per la musica, in particolare sudamericana, trascorrendo tre
anni in Bolivia per specializzarsi nei canti popolari di laggiù e nell'arte
di uno strumento tipico, il charango.
Nel '92 vince a Lucerna il primo premio al festival internazionale dei musicisti
di strada e da allora il suo ruolo e quello: cantare per la gente, nelle piazze,
nelle feste, e anche nei teatri. II suo nuovo concerto propone canzoni originali
di Oliviero Giovannoni e canti popolari boliviani in lingua originale, il tutto
accompagnato da chitarra, charango, tamburo, flaute andino e sonagli.
I suoi temi sono la voglia di cantare e il sentirsi nata per quello, la libertà,
l'amore per la vita, la solidarietà con i meno fortunati, il vento,
il mare, l'amore per la natura.
Tutto questo Nina canta ed esprime attrayerso la sua voce potente con sincerità e
partecipazione, condite da uno humour aggraziato, ereditato dal padre, che cura
la regia dello spettacolo. All'interno del quàle troviamo momenti di dialogo
con il pubblico, in italiano e in tedesco (lo spagnolo sembra comunque la lingua
che la fa sentire più a suo agio), fra cui il più esteso e la
storia del personaggio che interpreta in questo suo concerto, una cantante
di strada
che paga con la perdita sia pure temporanea della voce la sua scelta di lavorare
per un Impresario volgarone e cattivo, davanti a un pubblico di riccastri superficiali...
E una storia per la quale avremmo preferito - se proprio voleva raccontarla
- toni meno accentuati o almeno un doppio finale (e anche un doppio impresario!),
uno come quello previsto e un altro in cui la cantante si trasformasse in diva
con lustrini e paillettes e magari sposasse il suo talent-scout. Tutti i buoni
da una parte e tutti i cattivi dall'altra e una teoria che ci lascia con un
sorrisino
irritato.
Nina convince invece pienamente quanto canta a gola spiegata per il suo pubblico
e gli applausi crescono fragorosi, come e successo mercoledi scorso. E per chi
volesse sentirla e ascoltarla, le repliche sono previste per stasera, per il
29 aprile e inoltre per il 15 e il 22 maggio al Teatro Dimitri.
LaRegioneTicino
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