Presseberichte
Nina Dimitri ist leidenschaftliche Sängerin, ihre Stimme unglaublich. Sie singt südamerikanische Lieder und begleitet sich dabei abwechselnd mit Charango und Gitarre. Tink.ch sprach mit ihr über ihre Heimat, ihre musikalischen Anfänge und über das Singen auf der Strasse und im Auto.

Nina Dimitri: "Da ich eher ein schüchterner Mensch bin, kommt beim Singen viel hervor, was sonst nicht hervorkommen würde." Fotos: Jamuna Schläfli
Ist Bolivien Ihre musikalische Heimat?
Ja, das kann man so sagen. Bereits als 5-jähriges Kind hat mich die bolivianische Musik mitgerissen und inspiriert. Ich hatte schon immer den Wunsch nach Bolivien zu gehen.
Alles begann also, als Sie noch sehr jung waren.
Ja, sehr früh. Im Theater meiner Eltern trat eine bolivianische Gruppe auf. In diesem Moment hat es mich einfach gepackt: Die Musik und das Charango, ein kleines Saiteninstrument, ähnlich einer Ukulele oder Mandoline. Es war wie Liebe auf den ersten Blick.
Ist es eine Liebe zum Land oder zur Musik?
Es war zuerst eine Liebe zur Musik und dann eine Liebe zum Land. Die Menschen sind sehr herzlich und gastfreundlich, obwohl sie in sehr ärmlichen Verhältnissen leben. Als ich mit 19 nach Bolivien kam, lebte ich drei Jahre in einer Lehmhütte, zusammen mit dem Vater meines Sohnes Samuel, Julio Lavayen. Ohne Strom, ohne Wasser, ohne Fensterscheiben, ohne Toilette, ohne Licht, ohne Türen. Es war praktisch alles offen. Waschen konnten wir nur im Fluss. Vielleicht kann ich mich auch deswegen so gut in diese Musik hineinfühlen, in das Leben der Menschen.

Ohne Strom, ohne Wasser, ohne Türen, ohne Fensterscheiben, ohne Toilette, ohne Licht: Nina lebte drei Jahre in einer Lehmhütte in Bolivien.
Wie war es, wieder in die Schweiz zurückzukommen?
Ich kam während diesen drei Jahren mehrmals zurück in die Schweiz. Und jedes Mal hatte ich eine Krise: Der ganze Überfluss, in dem wir hier leben, machte mir zu schaffen. Ich spürte, dass so viel gar nicht nötig ist. Um eine Dusche war ich, hier angekommen, aber schon froh.
Es ist verhext: Bin ich in Bolivien, so vermisse ich Dinge aus dem Leben in der Schweiz – und umgekehrt. Zusammen mit meinem Sohn kam ich einmal zurück in die Schweiz und habe mir vorgenommen, hier zu bleiben. Zwei Wochen später sass ich bereits wieder im Flugzeug. Ich wusste einfach nicht, wo ich hingehöre.
Sie singen in Ihren Liedern viel von Liebe, auch von unerfüllter und von Enttäuschungen. Verarbeiten Sie damit persönliche Erlebnisse?
In Bolivien machte ich solche Erfahrungen, darum kann ich das wohl auch so gut nachfühlen in den Texten. Es sind sicher auch die melancholischen Melodien, die speziellen lateinamerikanischen Tonfolgen, die mich zum Singen inspirieren.
Sie treten ohne Mikrofon auf, was heute ja eher unüblich ist. Wie sind Sie darauf gekommen?
Mit 15 Jahren ging ich in Basel am Rhein in die Steiner-Schule. Anstatt die Schulbank zu drücken, war ich aber oft auf der Strasse und habe musiziert. Sehr wahrscheinlich kommt es von dort, dass ich so laut singe, da man auf der Strasse beinahe Schreien muss, damit einen die Leute hören. Am liebsten singe ich in Kleintheatern oder einfach an kleineren Anlässen. Manchmal aber auch mit Mikrofon, was aber einfach nicht dasselbe ist.
Was ist anders?
Das Mikrofon wirkt auf mich wie eine Barriere, ich kann nicht das geben, was ich sonst gebe. Meine Musik gelangt dann nicht direkt von mir zum Publikum, sondern geht zuerst durch den Strom und kommt schliesslich aus den Lautsprechern.
"Das Mikrofon wirkt auf mich wie eine Barriere, ich kann nicht das geben, was ich sonst gebe."
Singen Sie auch für sich selber?
Ja, ich singe in der Badewanne und unter der Dusche – und vor einem Konzert oftmals auch im Auto. Da hört mich keiner. Ich mag es nämlich nicht, wenn ich mich an meinem Auftrittsort auf der Bühne erst noch mit "ohohoh" einsingen muss.
Könnten Sie sich vorstellen, nicht mehr zu singen?
Nein, im Moment kann ich mir das überhaupt nicht vorstellen, das wäre eine Katastrophe für mich. Da ich eher ein schüchterner Mensch bin, kommt beim Singen viel hervor, was sonst nicht hervorkommen würde. Zum Singen bin ich nicht schüchtern, zum Reden aber schon.
Mit 17 Jahren wollte ich die Dimitri-Schule besuchen, bestand aber zweimal die Aufnahmeprüfung nicht. Es hiess, ich sei noch zu unreif. Weil ich immer schon im Hinterkopf hatte, Musik zu machen, sah ich das als Zeichen, diesen Weg zu gehen.
Und Sie haben bis jetzt nie bereut, dass Sie den gegangen sind?
Nein. Es ist ja nicht selbstverständlich, dass ich von dem leben kann, was ich gerne mache.
Ihr Gästebuch ist voll von dankbaren Einträgen. Was löst es bei Ihnen aus, wenn Sie sehen, dass Sie die Menschen im Publikum glücklich machen?
Ich freue mich immer sehr über solche Rückmeldungen und weiss wieder, dass ich auf einem guten Weg bin. Denn manchmal bin ich mir nicht sicher, wie meine Auftritte ankommen.
Wie sieht Ihre Zukunft aus?
Ich bin kein Mensch, der viel im Voraus denkt und plant. Ich nehme es so, wie es gerade kommt. Im Moment mache ich eine Family-Show mit meinem Vater, meinen Geschwistern und meinem Schwager. Durch die gemeinsame Arbeit am Projekt sind wir uns alle wieder näher gekommen. Wir haben uns sonst nicht so oft gesehen.
Ich würde auch gerne mal wieder etwas mit einer guten Band auf die Beine stellen. Trotzdem werde ich das Alleine-Singen nicht aufgeben und eine neue CD aufnehmen.
Jamuna Schläfli und Sebastian Schneider /www.tink.ch
II teatro di Verscio offre
sempre un'esperienza piacevole e unica nel canton Ticino. Dove esiste
un altro posto come questo, alle nostre latitudini?
Non c'è, bisogna andare nelle grandi città per trovare una cittadella
teatrale che offra in una sola sera, oltre allo spettacolo, la possibilità di
cenare in un delizioso ristorante all'aperto e al chiuso, e di visitare il Museo
comico sul piano sovrastante prima e dopo lo show. Se a tutto questo si aggiunge
che c'è anche una scuola di teatro, ci si rende conto che Dimitri ha
creato un complesso veramente eccezionale.
II teatro Dimitri apre quando gli altri chiudono o stanno per chiudere e la
sua stagione si snoda tra la primavera e Testate, in un alternarsi di spettacoli
in varie lingue, o senza parole, musicali e di danza, che tendono a prediligere
forme espressive votate alla gestualità e all'universale linguaggio
della musica piuttosto che alla parola. L'altra sera sul palcoscenico di Verscio
e
salita Nina Dimitri, per presentare in prima assoluta il suo nuovo concerto,
intitolato La cantante delle piazze.
Nina e figlia del grande clown e fin dalla più tenera età ha manifestato
un grande amore per la musica, in particolare sudamericana, trascorrendo tre
anni in Bolivia per specializzarsi nei canti popolari di laggiù e nell'arte
di uno strumento tipico, il charango.
Nel '92 vince a Lucerna il primo premio al festival internazionale dei musicisti
di strada e da allora il suo ruolo e quello: cantare per la gente, nelle piazze,
nelle feste, e anche nei teatri. II suo nuovo concerto propone canzoni originali
di Oliviero Giovannoni e canti popolari boliviani in lingua originale, il tutto
accompagnato da chitarra, charango, tamburo, flaute andino e sonagli.
I suoi temi sono la voglia di cantare e il sentirsi nata per quello, la libertà,
l'amore per la vita, la solidarietà con i meno fortunati, il vento,
il mare, l'amore per la natura.
Tutto questo Nina canta ed esprime attrayerso la sua voce potente con sincerità e
partecipazione, condite da uno humour aggraziato, ereditato dal padre, che cura
la regia dello spettacolo. All'interno del quàle troviamo momenti di dialogo
con il pubblico, in italiano e in tedesco (lo spagnolo sembra comunque la lingua
che la fa sentire più a suo agio), fra cui il più esteso e la
storia del personaggio che interpreta in questo suo concerto, una cantante
di strada
che paga con la perdita sia pure temporanea della voce la sua scelta di lavorare
per un Impresario volgarone e cattivo, davanti a un pubblico di riccastri superficiali...
E una storia per la quale avremmo preferito - se proprio voleva raccontarla
- toni meno accentuati o almeno un doppio finale (e anche un doppio impresario!),
uno come quello previsto e un altro in cui la cantante si trasformasse in diva
con lustrini e paillettes e magari sposasse il suo talent-scout. Tutti i buoni
da una parte e tutti i cattivi dall'altra e una teoria che ci lascia con un
sorrisino
irritato.
Nina convince invece pienamente quanto canta a gola spiegata per il suo pubblico
e gli applausi crescono fragorosi, come e successo mercoledi scorso. E per chi
volesse sentirla e ascoltarla, le repliche sono previste per stasera, per il
29 aprile e inoltre per il 15 e il 22 maggio al Teatro Dimitri.
LaRegioneTicino |
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Meister des Leisen und Tänzer der Luft
Das war Tanz, Gesang, Akrobatik, Zauberei und Clownerie vom Feinsten, was da am Mittwoch im «Zelt» auf dem Bieler Feldschlösschen-Areal geboten wurde. Klar, der Name stand für Qualität: Dimitri.

cbp. Eine Familientruppe hatte sich da versammelt und verstand es, das Publikum in dem eleganten, rot ausstaffierten Zelt völlig in den Bann zu ziehen, so dass sich die Begeisterung am Schluss in anhaltend langem rhythmischem Klatschen entlud. «La Famiglia Dimitri» heisst ganz schnörkellos das Programm, mit dem der Clown und die Seinen in verschiedenen Städten gastieren und am Mittwoch auf dem Feldschlösschen-Areal auftraten.
Keine Dominanz
Im Mittelpunkt: der von einem Unfall wieder genesene Clown selber, Dimitri. Aber im Mittelpunkt zu stehen bedeutet bei ihm nicht zu dominieren. Die andern zu dominieren. Sein Können ist Teil eines Ganzen mit Sohn und Schwiegersohn und den beiden Töchtern. Dimitri: keine blödelnden Spässe, keine derbe Kumpanei, keine billigen Sprüche. Kein Lärm, der originell sein soll, aber nur bemühend ist. Dieser Clown trippelt auf leisen Sohlen durch die Welt und diese Gangart geht einem bei Dimitri nicht auf die Nerven wie bei Doris Day in ihren Spielfilmen.
Er ist ein Meister des Leisen; er lässt Mimik und Gestik sprechen, fordert damit zum Nachdenken auf, er zeichnet mit knappen Strichen Musikiristrumente oder Figuren auf eine Papierrolle und diese Skizzen gehören augenblicklich zum Programm, künden an, was demnächst geschieht
Eine filigrane Gestalt ist dieser Clown, zerbrechlich wirkt er und doch irgendwie drahtig, rührend hilflos und doch wie einer, der sich nicht unterkriegen lässt und hin und wieder die Grossen dieser Welt narrt, die Tänzer auf dem hohen Seil. Und Dimitri hat die Lacher auf seiner Seite, wenn er bei der Einlage mit der verschwundenen und in ihre Einzelteile zerlegten Frau auch ein bisschen seine Zunft parodiert. Ein Glanzstückist diese Nummer ohnehin: Wie zwei Magier schieben er und sein Sohn David die Aufbauten eines Kastens, in den zuvor Masha, die Tochter bzw. Schwester, verschwunden ist, hin und her oder schichten sie neu aufeinander - und entsprechend demontiert guckt die Frau aus dem Gehäuse. Wenn das nur gut geht.
Tänzer auf dem hohen Seil: Was sich da länger oder kürzer durch den Raum spannt, ist unter anderem die Welt von Dimitris Sohn David, der mit stupenden akrobatischen Einlagen die Besucher auf ihren Plätzen zum Staunen bringt und macht, dass es ihnen ganz schwindlig wird. Es wird mucksmäuschenstill im Saal, es knistert vor Spannung, wenn David einen Schritt nach vorn oder zurück setzt, wenn er den Salto vollführt - und ewig droht links und rechts der Sturz ins Bodenlose. Aber nichts geschieht: eine maximale Körperbeherrschung. Die zeigt er auch, wenn er wie ein Fakir mit seinen Beinen um seinen Körper herumjongliert und diese neu «anordnet», so dass man Angst bekommt, er kriege seine Glieder in ihrer natürlichen „Auslegeordnung“ nie wieder zusammen.
Die körperliche Gewandtheit von Davids Schwester Masha ist ebenfalls aussergewöhnlich, nicht nur, wenn sie als «zerlegte» Frau in einem Kasten steckt. Sie ist auf dem Schlappseil so zuhause, als agiere sie auf festem Boden. Die Seiltänzerin bietet Luftnummern von grosser Eleganz und Zartheit. Sie ist die Lady mit dem Sonnenschirm, den sie perfekt auf ihren Füssen balanciert. Sie und die andern beherrschen souverän auch das Zweirad, das sie drehen und wenden, wie es ihnen beliebt, und das sie als Fortbewegungsmittel der unüblichen Art benutzen (Dimitri zieht das Dreirad vor). Von der Familie geht eine Leichtigkeit des Seins aus, das diesen Abend immer wieder neu beflügelt.
Sänger steht Kopf
Die besitzt auch Dimitris Schwiegersohn Kai Leclerc. Ihm gelingt ein starkes Überraschungsmoment, wenn er als Caruso seine Stimme ertönen lässt - in einer Position, in der anderen die Puste ausgehen würde. Dieser Sänger steht Kopf, ist wirklich und wahrhaftig an die Decke gegangen. Nicht aus Wut wenigstens; das steht fest.
Er und die andere Dimitri-Tochter Nina, hintergründige Komödiantin und begnadete Sängerin mit rauchiger, markiger Stimme, zeichnen verantwortlich für eine weitere der unerwarteten Veränderungen, die diesen Abend prägen. Ein Seiltänzer wird zum Torero, eine Musikerin sieht Rot und wird zum stampfenden Stier. Es ist die Phantasie, die diese Familie so vielfältig einzusetzen weiss.
Bieler Tagblatt 18.06.2010
LANGNAU
Farbenpracht in Wort und Stimme
kmb. In einem nahezu zweistündigen Konzert entführte Nina Dimitri ihr Publikum mit Liebesliedern nach Lateinamerika. Mit Charme und ausdrucksvoller Stimme begeisterte sie die Anwesenden.
Die Cantina colori im Engelhaus war beinahe bis auf den letzten Platz besetzt, als Nina Dimitri mit ungezwungener Frische und Charme auftrat. In farbenfroher Atmosphäre eröffnete sie ihr Konzert. Ihre «Canciones diferentes» belebte sie mit ihrer Stimme, den Klängen der Gitarre und des Charangos. Nina Dimitri hat lange Zeit in Bolivien gelebt und dort eine Folkloreschule besucht. Mit ihrer voluminösen Stimme entführte sie das Publikum in ferne Gefilde. In ihren Liedern und der fröhlichen Ausstrahlung widerspiegelte sich die Farbenpracht des Südamerikanischen Landes. Nina Dimitri füllte den Konzertkeller mit «hay amor», dem spanischen Klang der Liebeslieder. Ihre feingliedrigen Hände glitten liebevoll und behende über die Saiten der Gitarre. Mit Inbrunst modulierte sie ihre Stimme und verlieh dem spanischen Wortschatz eine eindrückliche Farbenpracht und Tiefe. Zur Abwechslung entlockte sie dem Charango, der kleinen fünfsaitigen Schwester der Gitarre, eine lebendige, frohe Melodie. In einer Eigenkomposition gab sie der «Längizyti» nach Land und Leute Boliviens Ausdruck. Die im Tessin aufgewachsene und nun auch dort wohnhafte musikalische Künstlerin beschenkte das Publikum zudem mit Liedern aus jener Gegend. Beeindruckt durch das grosse Können und der erstaunlichen Atemtechnik genossen die Anwesenden das Konzert bis auf den letzen Ton. Nur zu schnell ging das Programm zu Ende. Da die Konzertbesucher nicht locker liessen, griff Nina Dimitri nochmals in die Saiten und beschenkte die Besucher zum Ausklang mit «Mariposa», einem wunderbaren Lied zur Geschichte des Schmetterlings.

No pronunciaron una sola palabra. Tan solo rieron, cantaron, interpretaron instrumentos, y tan solo, como si fuera poco, les garantizaron la risa y les devolvieron un pedacito de infancia a 1.500 personas.
Quienes lo lograron? Los cin-co de la familia Dimitri. Suizos ellos, que llegaron desde Bogota con el asombro orgulloso que les conceden nueve funciones con cartel de "No hay boletas" y el compromiso de volver para pre-sentarse en tres funciones más.
Medellin no fue menos. Ano-che, el aforo del Metropolitano parecia pequeno para la alegria, que se extendio durante dos horas, gracias a los malabares y la gracia de los herederos de Dimitri, considerado uno de los mejores payasos del mundo.
De figura muy menuda, del-gado y con una melena blanca cortada al estilo paje, Dimitri hacia las veces de director de orquesta o asistente de sus companeros de escena Que sencillo y emotivo su papel!
Un maestro que les cede el protagonismo a los suyos, pero que no olvida que muchas car-eajadas del püblico le pertene-cen por derecho propio.
Un privilegio la noche del martes. Un privilegio tanta risa en tan poco tiempo y con la ga-rantia de ser duradera.
El Colombiano 26.3.08
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